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04 - Konfiguration des Geschwindigkeitssensors

Anschluss der Hardware

Die Konfiguration des VBSS wird mithilfe der RACELOGIC Konfigurationssoftware durchgeführt. Schließen Sie den seriellen Anschluss mit dem mitgelieferten Kabelbaum RLCAB093 an den seriellen Port des Computers an - das kann gegebenenfalls über einen USB-Adapter für serielle Steckverbinder erfolgen.

 

Software-Verbindung

Wählen Sie den COM-Port, an den der Geschwindigkeitssensor angeschlossen ist, aus der Dropdown-Liste aus. Klicken Sie auf die Schaltfläche CONNECT (Anschließen), um den Setup-Bildschirm des VBSS zu öffnen. Anmerkung: Wenn die Standardeinstellung der Baudrate geändert wurde, meldet die Software automatisch diese Änderung. Wählen Sie YES (Ja), damit die abweichenden Baudraten gescannt werden können. 

 

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Setup-Optionen

Allgemein

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  1. CONNECTION (Anschließen) - Wählen Sie die Schaltflächen COM PORT (Com-Port), REFRESH (Aktualisieren) und DISCONNECT (Trennen).
  2. LOAD/SAVE (Laden/Speichern) - Lädt bzw. speichert die Einstellungen von bzw. in eine .sscfg-Datei. Mit dieser Funktion können die Einstellungen für eine spätere Wiederverwendung gespeichert werden.
  3. LANGUAGE (Sprache) - Wählt die Bediensprache.
  4. UNITS (Einheiten) - Für die Auswahl der Einheiten zur Entfernungsmessung (m, ft, km, mi, nmi) und zur Geschwindigkeitsmessung (km/h, mph, kts, m/s, fts).
  5. Diagnose - Zeigt live-GPS-Daten und die aktuelle Grundeinstellung an. GPS INFO zeigt genaue Informationen zum eingesetzten GPS-Empfänger an.
  6. WRITE TO UNIT (Auf das Gerät übertragen) - Nach Änderungen des Setups muss diese Schaltfläche gewählt werden, damit die Einstellungen auf das Gerät übertragen werden.
  7. GPS INFORMATION – Hier finden Sie technische Daten über den in dem verbundenen Gerät installierten GPS-Empfänger.
  8. VBOX INFORMATION – Hier steht die Seriennummer und die auf dem angeschlossenen Gerät installierte Firmware-Version.
  9. GPS COLDSTART (GPS-Kaltstart) – Löscht das im GPS-Empfänger gespeicherte Almanach. Diese Funktion darf nur eingesetzt werden, wenn keine SAT-Anbindung erzielt werden kann.

 

CAN

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  1. BAUD RATE (Baudrate) - Die Software bietet vier allgemeine Werte für die Baudrate: 1,00 MHz, 500 kHz, 250 kHz oder 125 kHz.
    Der Benutzer hat außerdem die Möglichkeit, eine individuell angepasste Baudrate zu wählen.
  2. CAN TERMINATION RESISTANCE (CAN-Abschlusswiderstand) - Hier kann der interne Widerstand des CAN-Bus aktiviert bzw. deaktiviert werden.
  3. CAN DELAY (CAN-Verzögerung) - Nur für 100-Hz-Geräte verfügbar. Durch Aktivieren dieser Funktion wird die Latenz des CAN-Bus auf 15,5 Millisekunden festgelegt. Beachten Sie, dass nur die Geschwindigkeit auf CAN-ID 302 übertragen wird, wenn diese Funktion aktiviert ist.
    Klicken Sie für weitere Informationen über die CAN-Verzögerungfunktion bitte hier.

 

 

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  1. SEND (Senden)- Setzen bzw. entfernen Sie zum Ein- bzw. Ausschalten einer CAN-Nachricht ein Häkchen in dem Kontrollkästchen der entsprechenden Nachricht.
  2. DEFAULT / ACTUAL ID (Standard-ID / tatsächliche ID) – Hiermit kann der Benutzer die vom Geschwindigkeitssensor übertragenen CAN-IDs ändern. Die Standardwerte sind die RACELOGIC Standard-IDs 0x301, 0x302 …, 0x307.
  3. STANDARD / EXTENDED (Standard / Erweitert) - Setzen Sie zum Umschalten des Identifizierungsformats von dem standardmäßigen 11-Bit-Format auf das erweiterte 29-Bit-Format ein Häkchen in das Kontrollkästchen EXTENDED (Erweitert) der entsprechenden Spalte.
  4. PARAMETERS (Parameter) – Zeigt, welche Parameter in der jeweiligen Nachricht gesendet werden.

 

GPS

 

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  1. DGPS MODE (DGPS-Modus) - Hiermit kann der Benutzer wählen, ob der Geschwindigkeitssensor mit Differentiellem GPS arbeiten soll: 
    NONE (Keine): Differentielles GPS ist ausgeschaltet.
    SBAS: Das System empfängt differentielle SBAS-Korrekturdaten von dem nächsten geostationären GPS-SBAS-Satelliten.
    RTCM: Der VBSS empfängt RTCM-Korrekturen über ein RACELOGIC-Telemetriemodul und über eine lokal stationierte Basisstation. Setzen Sie sich für weitere Informationen mit RACELOGIC oder Ihrem lokalen Vertreter in Verbindung.
  2. GPS OPTIMISATION (GPS-Optimierung) - Diese Option ermöglicht es dem Benutzer, die Empfindlichkeit des GPS-Empfängers einzustellen.
    Diese Option muss für hochdynamische Anwendungen wie zum Beispiel für Bremswegmessungen auf HIGH (Hoch) gestellt werden.
    Für weniger dynamische Anwendungen wie zum Beispiel Messungen der mittleren Geschwindigkeit oder Ausrollversuche kann sie auf LOW (Niedrig) eingestellt werden.
  3. SLIP ANGLE SETTINGS (Einstellungen des Schräglaufs) – Hier kann der Benutzer den Doppelantennenmodus aktivieren bzw. deaktivieren, den Wankmodus einstellen und die Schräglaufversatzwerte für die Kanäle konfigurieren.
  4. GPS SETTINGS (GPS-Einstellungen) - Zum Ändern der Aktualisierungsrate des GPS-Empfängers und zum Einstellen eines Mindestausgabewerts für die Geschwindigkeit und ggf. der Höhenmaske
    Der Wert für die Schaltsekunde wurde zu Juli 2015 auf 17 Sekunden erhöht. Klicken Sie für weitere Informationen bitte hier. 
    Anmerkung: Die Funktion Höhenmaske ist nur für Geschwindigkeitssensoren mit Doppelantenne verfügbar.

Serieller Ausgang

Mit dem unten abgebildeten Bildschirm SERIAL (serieller Ausgang) kann der Benutzer das Format, den Inhalt und die Übertragungsrate des seriellen Datenstroms, der von dem Geschwindigkeitssensor übertragen wird, konfigurieren.

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  1. MODE (Modus) - Hiermit wird gewählt, in welchem Format der Geschwindigkeitssensor die seriellen Daten ausgibt. Hierbei lässt sich lediglich die NMEA-Nachricht vom Benutzer konfigurieren. 

    RACELOGIC: Für serielle Schnittstellen zu anderen RACELOGIC-Produkten.
    BRAKE TEST (Bremstest): Für den Einsatz mit der Bremstest-Software von RACELOGIC.
    NMEA: Für die benutzerdefinierte Ausgabe von NMEA-Nachrichten.

  2. NMEA MESSAGES (NMEA-Nachrichten) - Wenn das NMEA-Nachrichtenformat gewählt ist, sind folgende Optionen verfügbar.

    BAUD RATE (Baudrate) In diesem Dropdown-Menü kann die erforderliche serielle Baudrate gewählt werden.
    UPDATE RATE (Aktualisierungsrate): Die Aktualisierungsrate der NMEA-Nachricht kann mithilfe dieser Dropdown-Liste geändert werden.
    MESSAGE SELECTION (Nachrichtenauswahl): Die Übertragung der jeweiligen NMEA-Nachricht kann durch Setzen eines Häkchens in dem Kontrollkästchen neben dem entsprechenden Nachrichtentyp aktiviert bzw. deaktiviert werden.

    Für die seriellen Ausgabeprotokolle klicken Sie bitte hier.

 

E/A

ANALOGUE OUTPUT (Analogausgang)

 

SPEED (Geschwindigkeit) - Geben Sie den Maximalwert des Geschwindigkeitsbereichs ein, den Sie messen möchten. Der Standardwert ist auf 400 km/h eingestellt. Die Maximalgeschwindigkeit bei 5 V kann in einem Bereich von 10 bis 1.000 km/h liegen.

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LAP PULSE (Rundenpuls) - Wenn diese Option aktiviert ist, gibt der VBSS einen 5-V-Impuls aus, wenn die Start- bzw. Ziellinie überschritten wird. Die Dauer des Impulses in Millisekunden kann durch Eingabe eines anderen Wertes eingestellt werden. Die Polarität des Impulses kann durch Klicken der Schaltfläche POLARITY (Polarität) entweder auf einen steigenden oder sinkenden Impuls umgeschaltet werden. 

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LATERAL / LONGITUDINAL ACCELERATION (Längs- bzw. Querbeschleunigung) - Wählen Sie den gewünschten Bereich in der Dropdown-Liste aus.

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DIGITAL OUTPUT (Digitalausgang)

 

SPEED (Geschwindigkeit) - Zur Konfiguration des Geschwindigkeitsausgangs wird die Impulsanzahl pro Meter geändert. Standardeinstellung = 90 PULSES PER METRE (Impulse pro Meter) => 25 Hz pro km/h.

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GPS SYNC - Wenn diese Option gewählt ist, wird ein Impuls pro Sekunde ausgegeben, der mit der GPS-Uhr synchronisiert wird.
Anmerkung: Diese Funktion ist eine optionale Zusatzfunktion, die nicht standardmäßig erhältlich ist. Damit die Funktion korrekt ausgeführt werden kann, muss der GPS-Empfänger aktualisiert werden.

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LAP PULSE (Rundenpuls) - Wenn diese Option aktiviert ist, gibt der VBSS über 300 ms einen 5-V-Impuls aus, wenn die Start- bzw. Ziellinie überschritten wird. Die Dauer des Impulses in Millisekunden kann durch Eingabe eines anderen Wertes eingestellt werden.

Die Polarität des Impulses kann durch Wählen der Markierung neben dem gewünschten Bild entweder auf einen steigenden oder sinkenden Impuls umgeschaltet werden.

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DIGITAL INPUT (Digitale Eingabe)

 

Der Digitaleingang kann zur Programmierung der Position virtueller Linien im Geschwindigkeitssensor verwendet werden. Hiermit können Start-/ Ziel- und Zwischenzeitlinien eingestellt werden. Hierzu müssen Sie zuvor sicherstellen, dass Sie eine Verbindung zum Rundeneingang (Pin 6) haben. Dieser Pin muss auf einer Seite eines Tastschalters angeschlossen sein, der auf seiner anderen Seite mit dem Erdungspin des VBSS verbunden ist, sodass der Rundeneingang bei Drücken des Tastschalters mit der Erde kurzgeschlossen wird. Der Digitaleingang kann auch für einen Bremstrigger genutzt werden.

Konfiguration

Zum Einstellen des Digitaleingangs auf den Modus Rundenimpuls oder Bremstrigger muss die RACELOGIC-Konfigurationssoftware verwendet werden.

 

IO_Config.JPG

Modus Rundenimpuls

 

Einstellen einer Start- / Ziellinie: Drücken Sie die Rundeneingangstaste bei Passieren der Start- / Ziellinie, und lassen Sie sie sofort wieder los. Sie müssen hierzu mit einer Geschwindigkeit von über 5 km/h entlang der normalen Linie auf der Fahrspur fahren. Der VBSS erfasst die Lage und die Fahrtrichtung und erstellt dann eine 25 m breite virtuelle Linie im rechten Winkel zu Ihrer Fahrtrichtung.

 

Einstellen einer separaten Ziellinie: Halten Sie den Schalter für >1,5 Sekunden gedrückt. Nach Einstellen einer Start-/ Ziellinie bzw. einer Ziellinie können Sie Längen- und Breitengrad dieser Linienposition in dem Abschnitt TESTS (Messungen) der Setup-Software einsehen. Wenn die Software bereits verbunden war, drücken Sie erneut auf CONNECT (Verbinden), um die Einstellungen zu aktualisieren.

 

Einstellen einer Zwischenzeitlinie: Doppelklicken Sie sehr kurz auf die Schaltfläche. Nachdem diese gedrückt wurde, blinkt die zweite LED 5 mal rasch auf. Die Ausgabe der Zwischenzeitlinie muss in jeder Hinsicht mit der ersten übereinstimmen.

 

Alle virtuellen Linien löschen: Drücken Sie die Schaltfläche das erste Mal nur kurz, und drücken Sie sie anschließend länger (über 1,5 Sekunden). In jedem Fall erkennt der VBSS die Vorderseite des ersten Impulses als Einstellungsaktivierung der dazugehörigen virtuellen Linie an genau dem Punkt, wo der Benutzer den Schalter zum ersten Mal drückt.

 

COLDSTART (Kaltstart): Das kann durch Erden des Eingangs erfolgen, während der VBSS mit Spannung versorgt wird. Hierbei leuchten sämtliche LEDs rot auf.

Modus BRAKE TRIGGER (Bremstrigger)

Durch Aktivieren dieses Modus kann der Digitaleingang mit einem Bremstrigger genutzt werden. Durch Aktivierung des Triggers wird die Messung des Bremswegs gestartet. Hierzu berechnet der VBSS die Zeit und Distanz, die das Fahrzeug vom Triggerereignis bis zum Stillstand (0 km/h) zurücklegt. 

Tests

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  1. DECELERATION (Verzögerung) – Hier kann die Start- und Endgeschwindigkeit für triggerlose Verzögerungstests eingestellt werden.

    AUTO CORRECTED DISTANCE START SPEED (Automatisch korrigierte Startgeschwindigkeit zur Distanzmessung) – Hiermit wird der Geschwindigkeitssensor bei Aktivierung des Triggers eingestellt, die nächste auf 10 km/h gerundete Geschwindigkeit zu verwenden. Wenn die Triggergeschwindigkeit zum Beispiel 104 km/h betrug, würde für den korrigierten Bremsweg die Startgeschwindigkeit auf 100 km/h gestellt werden.

    CORRECTED DISTANCE START SPEED (Korrigierte Startgeschwindigkeit zur Distanzmessung) - Wenn die Option der automatischen Korrektur nicht gewählt ist, kann der Benutzer einen Geschwindigkeitswert eingeben, auf den alle Verzögerungsmessungen korrigiert werden sollen.
  2. LAP TIMING (Rundenzeitmessung)

    GATE WIDTH (Durchgangsbreite) –
    Hiermit wird die Breite eventueller in der Software eingestellter Schranken konfiguriert. Diese Funktion ist hilfreich, wenn zwei Bereiche  der Spur sehr dicht nebeneinander verlaufen oder wenn die Boxengasse neben der Start- /Ziellinie liegt, da ein Herabsetzen dieses Werts dafür sorgen kann, dass die virtuelle Linie nicht an falscher Stelle ausgelöst wird.

    TIME BEFORE RETRIGGER (Zeit vor erneutem Auslösen) – Hiermit kann der Benutzer eine Zeitspanne in Sekunden festlegen, während derer der Bremstrigger nach Auslösen nicht wieder aktiv werden kann. Hierdurch wird das Rückprallen des Triggers vermieden.

    CAN PULSE WIDTH (CAN-Impulsbreite) – Diese Option regelt die Dauer der Rundenzeit und teilt den CAN-Impuls in Zwischenzeiten. Alle anderen CAN-Kanäle für die Rundenzeitmessung wie zum Beispiel LAP MARKER (Rundenmarker), SF CROSSING PULSE (Start-/Ziellinien-Impuls) oder GATE CROSSING PULSE MARKER (Durchgangsimpulsmarker) sind standardmäßig auf 1.000 ms oder auf die höchste analoge oder digitale Einstellung der Impulsdauer eingestellt, sollte letzterer Wert größer sein. Die CAN-Impulsbreite kann nicht größer sein als die digitale oder analoge Dauer der Rundenimpulsausgabe. Wenn eine ungültige Einstellung konfiguriert ist, lässt die Konfiguration nicht auf das Gerät schreiben. Wenn der Mauszeiger über die Schaltfläche WRITE TO UNIT (Auf das Gerät übertragen) bewegt wird, werden ungültige Einstellungen gemeldet.

    Anmerkung: Wenn der VBSS einen Impuls für das Rundenignal ausgeben soll, müssen dafür ein gültiger virtueller Durchgang bzw. Durchgänge geladen sein.
  3. SPLITS (Zwischenzeiten) – Klicken Sie zum Laden einer .SPL- oder .DSF-Datei mit Durchgängen für die Start- / Ziellinie und für Zwischenzeiten auf die Schaltfläche LOAD ALL (Alle laden). Optional können Sie die Punkte für Zwischenzeiten, für die Ziellinie oder für die Start- / Ziellinie mit den verschiedenen Ladeschaltflächen getrennt laden.
    Die über diese Schaltflächen geladenen Dateien verfügen dann jedoch nur über die direkt über sie selbst geladenen Informationen. Wenn zum Beispiel eine Datei einen Durchgang für Start/Ziel und 6 Zwischenzeiten hat, wird bei Verwendung der Ladeschaltfläche START/FINISH (Start/Ziel) nur der Durchgang für Start/Ziel geladen.
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Zuletzt geändert
21:32, 18 Apr 2016

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