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03 - Überblick der ADC-Software

Einstellungen

 

CAN-Modi

 

RACELOGIC POLLED (Von RACELOGIC abgefragt) 

Dieser Modus muss eingestellt werden, wenn das Modul mit einer VBOX von RACELOGIC verwendet wird. Alle CAN-Parameter sind so eingestellt, dass sie mit dem RACELOGIC VBOX-CAN-Protokoll arbeiten. In diesem Modus müssen keine weiteren Parameter eingestellt werden, da sie alle deaktiviert sind.

 

USER POLLED (Vom Benutzer abgefragt) 

Mit diesem Modus lassen sich die Daten des Moduls durch das eigene Datenloggersystem des Kunden über den CAN-Bus abfragen. Hierdurch kann die Datenausgabe zeitlich mit anderen CAN-Daten synchronisiert werden. Folgende Parameter werden genutzt und müssen daher eingestellt werden:

BAUD RATE (Baudrate) - die zur Auswahl stehenden Raten sind 125 kBit/s, 250 kBit/s, 500 kBit/s oder 1 MBit/s.

EXTENDED IDENTIFIERS OFF/ON (erweiterte Kennungen an/aus)

REQUEST IDENTIFIERS (Abfragekennungen) - Kennungen, die zur Datenabfrage von den Sensoren verwendet werden.

RESPONSE IDENTIFIERS (Antwortkennungen) - Kennungen, die zur Datenübertragung von den Sensoren verwendet werden.

 

Der Parameter TIMER hat in diesem Modus keine Auswirkungen.

 

TIMED 

In diesem Modus sendet das Modul die CAN-Daten in durch den Timer-Wert festgelegten Intervallen. Folgende Parameter werden genutzt und müssen daher eingestellt werden:

TIMER (Zeitintervall zwischen der Datenausgabe in Millisekunden)

BAUD RATE (Baudrate) - die zur Auswahl stehenden Raten sind 125 kBit/s, 250 kBit/s, 500 kBit/s oder 1 MBit/s.

EXTENDED IDENTIFIERS OFF/ON (erweiterte Kennungen an/aus)

RESPONSE IDENTIFIERS (Antwortkennungen) - Kennungen, die zur Datenübertragung von den Sensoren verwendet werden.

 

Die Abfragekennungen haben in diesem Modus keine Auswirkungen.

Datenformat in den CAN-Modi USER POLLED (Vom Benutzer abgefragt) und TIMED

 

Die Signaldaten werden in dem Industriestandard 32-Bit-Gleitkommaformat gesendet, wenn kein anderes Format angegeben wird.

BAUD RATE (Baudrate)

Mit der Option Baudrate wird die Bitrate der CAN-Nachrichtenübertragung eingestellt. Die zur Einstellung der Baudrate zur Verfügung stehenden Optionen sind:
1.000 kB/s
500 kB/s (Standardeinstellung)
250 kB/s
125 kB/s 

Tx COUNT (Anzahl der Übertragungskanäle)

Diese Tx-Angabe entspricht der Anzahl der übertragenen CAN-Kanäle. Dieser Wert muss bei der ADC03 mit 8 Kanälen auf 8 eingestellt werden.

Timer

Der Timer-Wert wird in Millisekunden (ms) angegeben. Ein kleinerer Wert bedeutet, dass die Daten häufiger gesendet werden, während ein größerer Wert bedeutet, dass die Daten nicht so oft gesendet werden. Es können Werte von 0 bis 65.535 eingegeben werden. Es wird jedoch ein Mindestwert von 10 empfohlen. Unterhalb dieses Werts können die Datenwerte in aufeinander folgenden Zyklen wiederholt werden. Wenn 0 eingegeben wird, ändert das Modul diesen Wert nach dem nächsten Einschalten auf 1.

 

Die Ausgabefrequenz kann wie folgt berechnet werden:

                Frequenz = (1/Timer) * 1.000

 

Der Timer-Wert für eine gewünschte Frequenz kann wie folgt berechnet werden:

                Timer = (1/Frequenz) * 1.000

 

Im Folgenden werden einige Beispiele von Timer-Werten und ihren Ausgabefrequenzen gezeigt.

Timer-Wert [ms] Frequenz [Hz]
10 100
50 20
100 10
400 2,5
1.000 1

EXTENDED IDENTIFIERS (Erweiterte Kennungen)

Die erweiterten Kennungen können entweder auf ON oder OFF gestellt werden. Wenn sie ausgeschaltet sind, wird der standardmäßige CAN-Kennungstyp verwendet (11 Bit). Wenn sie angeschaltet sind, wird der erweiterte CAN-Kennungstyp verwendet (29 Bit). Der Kennungstyp STANDARD IDENTIFIER (Standardkennung) lässt 2.048 verschiedene CAN-Nachrichtenkennungen oder „Namen“ von Nachrichten zu. Der Kennungstyp EXTENDED IDENTIFIERS (Erweiterte Kennungen) lässt 436.207.616 verschiedene CAN-Nachrichtenkennungen zu. Der Kennungstyp muss der CAN-Datenerfassungseinrichtung entsprechen, an die das Modul angeschlossen ist.

 

Die erweiterten Kennungen werden durch Eingabe des Werts OFF oder „0“ deaktiviert. Alle Werte ungleich null oder ON aktivieren die erweiterten Kennungen.

CONVERSION IDENTIFIERS (Konvertierungskennungen)

Konvertierungskennungen wirken sich lediglich in dem benutzerabgefragten Modus aus. Wenn das Modul diese Kennung mit null Datenbits erhält, werden dessen Eingaben abgefragt. Dies ist als ein von der Datenabfragekennung getrennter Befehl eingestellt, sodass das Modul Zeit hat, die Datenkonvertierung durchzuführen, bevor es die Daten an den CAN-Bus senden muss.

PACK DATA (Packen von Daten)

Das Packen von Bytes kann genutzt werden, um die Anzahl der für die Übertragung von ADC03-Daten erforderlichen CAN-Nachrichten zu reduzieren. Wenn diese Option deaktiviert ist, werden alle acht Kanäle über separate CAN-Kennungsnachrichten mit einem Datenlängencode (DLC) von 4 Bytes gesendet. Wenn das Packen von Bytes auf ON (An) steht, werden die Kanäle für die CAN-Übertragung paarweise über Nachrichten mit einem DLC von 8 wie folgt zusammengefasst:

 

CAN ID: Die ersten 4 Datenbytes: Die letzten 4 Datenbytes:
CAN-ID eingestellt für Kanal 1 Daten Kanal 1 Daten Kanal 2
CAN-ID eingestellt für Kanal 3 Daten Kanal 3 Daten Kanal 4
CAN-ID eingestellt für Kanal 5 Daten Kanal 5 Daten Kanal 6
CAN-ID eingestellt für Kanal 7 Daten Kanal 7 Daten Kanal 8

DATA FORMAT (Datenformat)

Mit dieser Option können Sie das Format ändern, in dem Daten im Standalone-Modus übertragen werden.

Die zur Verfügung stehenden Formatoptionen sind:

  • IEEE 32-Bit-Gleitkommaformat
  • Vorzeichenloser 32-Bit-Integer
  • Vorzeichenbehafteter 16-Bit-Integer
  • Vorzeichenloser 16-Bit-Integer
  • RACELOGIC Gleitkommaformat
  • Vorzeichenbehafteter 32-Bit-Integer

 

Tabelle der Setup-Parameter

 

Parameter Optionen Zu aktivierender Wert Kommentare
CAN MODE (CAN-Modus) Von RACELOGIC abgefragter Modus 0

Dieser Modus ist VBOX-kompatibel.

In diesem Modus haben alle anderen Parameter keine Auswirkungen.
USER POLLED MODE (Vom Benutzer abgefragter Modus) 1

Die Baudrate muss eingestellt werden.

Die erweiterten Kennungen müssen eingestellt werden.

Die Abfragekennungen müssen eingestellt werden.

Die Antwortkennungen müssen eingestellt werden.
TIMED MODE (Getimeter Modus) 2

Der Timer muss eingestellt werden.

Die Baudrate muss eingestellt werden.

Die erweiterten Kennungen müssen eingestellt werden.

Die Antwortkennungen müssen eingestellt werden.
Baudrate [kBit/s] 1.000 kBit/s 1.000  
500 kBit/s 500  
250 kBit/s 250  
125 kBit/s 125  
Tx COUNT (Anzahl der Übertragungskanäle) 0 bis max. Anzahl der Modulkanäle 8 (für normale ADC03-Anwendungen)  
Timer [ms] (MESSAGE INTERVAL IN MS) (Nachrichtenintervall in ms) 10-65535

Der Mindestwert beträgt 10 (100 Hz) - unterhalb dieses Werts können die Daten fehlerhaft sein.

Wenn der Timer-Wert auf 0 ms eingestellt ist und die Option TIMED CAN MODE (getimeter CAN-Modus) aktiviert ist, wird der Timer-Wert auf 1 ms gesetzt.
EXTENDED IDENTIFIERS (Erweiterte Kennungen) Standard (11 Bit) OFF Der Wertebereich für die Abfrage- und Antwortkennungen ist 0 bis 0x7FF (0 bis 2.047).
EXTENDED (Erweitert) (29 Bit) ON Der Wertebereich für die Abfrage- und Antwortkennungen ist 0 bis 0x19FFFFFF (0 bis 436.207.615).
PACKED (Gepackt) BYTE-PACKING DISABLED (Packen von Bytes deaktiviert) OFF Jede CAN-ID hat einen Kanal und einen DLC von 4.
BYTE-PACKING ENABLED (Packen von Bytes aktiviert) ON Jede CAN-ID hat zwei Kanäle und einen DLC von 8.
DATA FORMAT (Datenformat) IEEE 32-Bit-Gleitkommaformat 0  
Vorzeichenloser 32-Bit-Integer 1  
Vorzeichenbehafteter 16-Bit-Integer 2  
Vorzeichenloser 16-Bit-Integer 3  
RACELOGIC Gleitkommaformat 4  
Vorzeichenbehafteter 32-Bit-Integer 5  

Kanäle

 

Die Registerkarte CHANNEL SETUP (Setup Kanäle) ermöglicht, einzelne Kanaleinstellungen zu konfigurieren. Die Ausgabe der ADC03 ist normalerweise in Volt, sodass keine Messskala für Ablesungen in Volt erforderlich ist. Die Messskala und der Versatzwert können jedoch so geändert werden, dass der Ausgabewert in einem beliebigen anderen Format herausgegeben wird.

 

 

Abfrage- und Antwortkennungen

 

Die Abfragekennungen wirken sich nur in dem vom Benutzer abgefragten CAN-Modus aus. Sie stellen die Kennungswerte ein, nach denen das Modul filtert. Wenn eine CAN-Nachricht eingeht, die einer Abfragekennung entspricht, dann antwortet das Modul durch Senden der entsprechenden Kanaldaten mit der entsprechenden Antwortkennung. Anmerkung: Alle Kanäle können die gleichen Abfragekennungen haben - das heißt, dass das Modul auf Erhalt einer einzelnen CAN-Nachricht an alle Datenkanäle antwortet. Die Antwortkennungen MÜSSEN sich alle voneinander unterscheiden.

 

Im getimeten Modus werden die Kanaldaten in Zeitintervallen gemeinsam mit der entsprechenden Antwortkennung gesendet - die Abfragekennungen sind wirkungslos.

 

Wenn die Standardkennungen verwendet werden, ist der Maximalwert der Kennungen $7FF. Wenn ein höherer Wert eingegeben wird, kann das zu unerwarteten Ergebnissen führen. Die Antwortkennung von $00FFAA23 wird zum Beispiel als Nachricht mit der Kennung $223 gesendet. Die Abfrage- und Antwortkennungen müssen also korrekt für den Gebrauch von Standardkennungen eingestellt werden, um unerwartete Ergebnisse zu vermeiden. Hierzu müssen die Wertebereiche aus der Tabelle der Setup-Parameter berücksichtigt werden.

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Zuletzt geändert
15:51, 1 Mär 2016

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