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07 - Software-Konfiguration des MIM

Verbinden Sie die Buchse DATA1 des MIM01 über das RLVBCAB01-Kabel mit einem PC, und versorgen Sie das MIM01 über eine passende 12-V-Quelle mit Spannung. Starten Sie die auf der Webseite VBOX Automotive erhältliche Konfigurationssoftware von RACELOGIC.

Wählen Sie den COM-Port, an den das MIM01 angeschlossen ist. Dies können Sie im Gerätemanager überprüfen. Das MIM01 setzt sich nun mit der Konfigurationssoftware von RACELOGIC in Verbindung, und zeigt die derzeitig in dem Gerät eingestellten Konfigurationen an. 

Allgemein

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  1. CONNECTION (Anschluß) - Wählen Sie die Schaltflächen COM PORT (Com-Port), REFRESH (Aktualisieren) und DISCONNECT (Trennen).
  2. MODULE INFORMATION (Modulinformationen) - Hier steht die Seriennummer und die auf dem angeschlossenen Gerät installierte Firmware-Version. 
  3. LOAD/SAVE (Laden/Speichern) - Lädt bzw. speichert die Einstellungen von bzw. in eine Konfigurationsdatei in dem Format .RSF. Mit dieser Funktion können die Einstellungen für eine spätere Wiederverwendung gespeichert werden.
  4. LANGUAGE (Sprache) - Wählt die Bediensprache. 
  5. WRITE TO UNIT (Auf das Gerät übertragen) - Nach Änderungen des Setups muss diese Schaltfläche gewählt werden, damit die Einstellungen auf das Gerät übertragen werden.

 

Einstellungen

11.png

 

  1. BAUD RATE (Baudrate) - Mit der Option Baudrate wird die Bitrate der CAN-Nachrichtenübertragung eingestellt.
    Die zur Einstellung der Baudrate zur Verfügung stehenden Optionen sind:
    1.000 kB/s
    500 kB/s (Standardeinstellung)
    250 kB/s
    125 kB/s 
  2. DATA FORMAT (Datenformat) - Mit dieser Option können Sie das Format ändern, in dem Daten im Standalone-Modus übertragen werden.

    Die zur Verfügung stehenden Formatoptionen sind:

    IEEE 32-Bit-Gleitkommaformat
    Vorzeichenloser 32-Bit-Integer
    Vorzeichenbehafteter 16-Bit-Integer
    Vorzeichenloser 16-Bit-Integer
    RACELOGIC Gleitkommaformat
    Vorzeichenbehafteter 32-Bit-Integer
  3. MODES (Modi) - In der Registerkarte EINSTELLUNGEN kann der Benutzer zur Anpassung an verschiedene Anwendungen das MIM auf drei verschiedene CAN-Modi einstellen.

    RACELOGIC POLLED (Von RACELOGIC abgerufen) - Dieser Modus muss eingestellt werden, wenn das Modul mit einer VBOX von RACELOGIC verwendet wird. Alle CAN-Parameter sind so eingestellt, dass sie mit dem RACELOGIC VBOX CAN-Protokoll arbeiten. In diesem Modus müssen keine weiteren Parameter eingestellt werden, da sie deaktiviert sind.

    USER POLLED (Vom Benutzer abgefragt)Mit diesem Modus lassen sich die Daten des Moduls durch das eigene Datenloggersystem des Kunden über CAN-Bus abfragen. Hierdurch kann die Datenausgabe zeitlich mit anderen CAN-Daten synchronisiert werden. Folgende Parameter werden genutzt und müssen daher eingestellt werden:
    BAUDRATE (die zur Auswahl stehenden Raten sind 125 kBit/s, 250 kBit/s, 500 kBit/s oder 1MBit/s)
    EXTENDED IDENTIFIERS OFF/ON (erweiterte Kennungen an/aus)
    REQUEST IDENTIFIERS (Abfragekennungen) - Kennungen, die zur Datenabfrage von den Sensoren verwendet werden.
    RESPONSE IDENTIFIERS (Antwortkennungen) - Kennungen, die zur Datenübertragung von den Sensoren verwendet werden.


    TIMED (Getimet) - In diesem Modus sendet das Modul die CAN-Daten in von dem Timer-Wert festgelegten Intervallen. Folgende Parameter werden genutzt und müssen daher eingestellt werden:
    TIMER (Zeitintervall zwischen der Datenausgabe in Millisekunden)
    BAUD RATE (Baudrate) - die zur Auswahl stehenden Raten sind 125 kBit/s, 250 kBit/s, 500 kBit/s oder 1MBit/s
    EXTENDED IDENTIFIERS OFF/ON (erweiterte Kennungen an/aus)
    RESPONSE IDENTIFIERS (Antwortkennungen) - Kennungen, die zur Datenübertragung von den Sensoren verwendet werden.

     

  4. EXTENDED IDENTIFIERS (Erweiterte Kennungen) - Die erweiterten Kennungen können entweder auf ON oder OFF gestellt werden. Wenn sie ausgeschaltet sind, wird der standardmäßige CAN-Kennungstyp verwendet (11 Bit). Wenn sie angeschaltet sind, wird der erweiterte CAN-Kennungstyp verwendet (29 Bit). Der Kennungstyp STANDARD IDENTIFIER (Standardkennung) lässt 2.048 verschiedene CAN-Nachrichtenkennungen oder „Namen“ von Nachrichten zu. Der Kennungstyp EXTENDED IDENTIFIERS (Erweiterte Kennungen) lässt 436.207.616 verschiedene CAN-Nachrichtenkennungen zu. Der Kennungstyp muss dem der CAN-Datenerfassungseinrichtung, an die das Modul angeschlossen ist, entsprechen.

    Die erweiterten Kennungen werden durch Eingabe des Werts OFF oder „0“ deaktiviert. Alle Werte ungleich null oder ON aktivieren die erweiterten Kennungen.

     

  5. CONVERSION IDENTIFIERS (Konvertierungskennungen) - Konvertierungskennungen wirken sich lediglich in dem benutzerabgefragten Modus aus. Wenn das Modul diese Kennung mit null Datenbits erhält, werden dessen Eingaben abgefragt. Dies ist als ein von der Datenabfragekennung getrennter Befehl eingestellt, sodass das Modul Zeit hat, die Datenkonvertierung durchzuführen, bevor es die Daten an den CAN-Bus senden muss.

 

  1. TIMER - Der Timer-Wert wird in Millisekunden (ms) angegeben. Ein kleinerer Wert bedeutet, dass die Daten häufiger gesendet werden, während ein größerer Wert bedeutet, dass die Daten nicht so oft gesendet werden. Es können Werte von 0 bis 65.535 eingegeben werden. Es wird jedoch ein Mindestwert von 10 empfohlen. Unterhalb dieses Wertes können die Datenwerte in aufeinander folgenden Zyklen wiederholt werden. Wenn 0 eingegeben wird, ändert das Modul diesen Wert nach dem nächsten Einschalten auf 1.

    Die Ausgabefrequenz kann wie folgt berechnet werden:
    Frequenz = (1/Timer) * 1.000
    Der Timer-Wert für eine gewünschte Frequenz kann wie folgt berechnet werden:
    Timer = (1/Frequenz) * 1.000
    Im Folgenden werden einige Beispiele von Timer-Werten und ihren Ausgabefrequenzen gezeigt.

    Timer-Wert

    Frequenz

    10 100
    50 20
    100 10
    400 2,5
    1.000 1
  2. PACK DATA (Packen von Daten) - Das Packen von Bytes kann genutzt werden, um die Anzahl der für die Übertragung von MIM-Daten erforderlichen CAN-Nachrichten zu reduzieren. Wenn diese Option deaktiviert ist, werden alle acht Kanäle über separate CAN-Kennungsnachrichten mit einem Datenlängencode (DLC) von 4 Bytes gesendet. Wenn das Packen von Bytes auf ON (An) steht, werden die Kanäle für die CAN-Übertragung paarweise über Nachrichten mit einem DLC von 8 wie folgt zusammengefasst:
    CAN ID: Die ersten 4 Datenbytes: Die letzten 4 Datenbytes:
    CAN-ID eingestellt für Kanal 1 Daten Kanal 1 Daten Kanal 2
    CAN-ID eingestellt für Kanal 3 Daten Kanal 3 Daten Kanal 4
    CAN-ID eingestellt für Kanal 5 Daten Kanal 5 Daten Kanal 6
    CAN-ID eingestellt für Kanal 7 Daten Kanal 7 Daten Kanal 8

Tabelle der Setup-Parameter

Kanäle

Jeder Eingangskanal hat eine Dropdown-Liste für die Konfiguration kanalspezifischer Attribute. Wenn ein Kanal aufgezeichnet werden soll, setzen Sie ein Häkchen in das Kontrollkästchen IS ENABLED (Ist aktiviert).

Die digitalen Eingangskanäle verfügen über die Option EDGE DETECTION (Flankenerkennung). Hiermit wird festgelegt, ob die Frequenz an der STEIGENDEN oder an der ABFALLENDEN Signalflanke gemessen wird.

Die digitalen Eingangskanäle 1 und 2 verfügen außerdem über eine Modusoption. Weitere Informationen hierzu finden Sie in dem Abschnitt „Digitaleingänge“.

 

Messskala und Versatz 

Klicken Sie für weitere Informationen über die Berechnung der Werte für Skala und Versatz hier.

Abfrage- und Antwortkennungen

Die Abfragekennungen wirken sich nur in dem vom Benutzer abgefragten CAN-Modus aus. Wenn eine CAN-Nachricht von dem MIM01 empfangen wird, das einer Abfragekennung entspricht, dann antwortet das MIM01 durch Senden der entsprechenden Kanaldaten mit der entsprechenden Antwortkennung. Anmerkung: Alle Kanäle können so eingestellt werden, dass sie die gleiche Abfragekennung haben - das heißt, dass die MIM01 auf Erhalt einer einzelnen CAN-Nachricht an alle Datenkanäle antwortet. Die Antwortkennungen MÜSSEN sich alle voneinander unterscheiden.

 

Im getimeten Modus werden die Kanaldaten in Zeitintervallen gemeinsam mit der entsprechenden Antwortkennung gesendet - die Abfragekennungen sind wirkungslos.

 

Wenn die Standardkennungen verwendet werden, ist der Maximalwert der Kennungen $7FF. Wenn ein höherer Wert eingegeben wird, kann das zu unerwarteten Ergebnissen führen. 

 

 

Tabelle der Setup-Parameter

Parameter Optionen Kommentare
CAN MODE (CAN-Modus) Von RACELOGIC abgefragter Modus

Dieser Modus ist VBOX-kompatibel.

In diesem Modus haben alle anderen Parameter keine Auswirkungen.
USER POLLED MODE (Vom Benutzer abgefragter Modus)

Die Baudrate muss eingestellt werden.

Die erweiterten Kennungen müssen eingestellt werden.

Die Abfragekennungen müssen eingestellt werden.

Die Antwortkennungen müssen eingestellt werden.
TIMED MODE (Getimeter Modus)

Der Timer muss eingestellt werden.

Die Baudrate muss eingestellt werden.

Die erweiterten Kennungen müssen eingestellt werden.

Die Antwortkennungen müssen eingestellt werden.
Timer [ms] (MESSAGE INTERVAL IN MS) (Nachrichtenintervall in ms)

Der Mindestwert beträgt 10 (100 Hz) - unterhalb dieses Werts können die Daten fehlerhaft sein.

Wenn der Timer-Wert auf 0 ms eingestellt ist und die Option TIMED CAN MODE (getimeter CAN-Modus) aktiviert ist, wird der Timer-Wert auf 1 ms gesetzt.
Baudrate [kBit/s] 1.000 kBit/s Wenn eine andere Baudrate als der angegebene Wert eingegeben ist, wird er auf den Standardwert 500 kBit/s zurückgesetzt.
500 kBit/s "
250 kBit/s "
125 kBit/s "
EXTENDED IDENTIFIERS (Erweiterte Kennungen) FALSE/STANDARD (Unwahr/Standard) (11 Bit) Der Wertebereich für die Abfrage- und Antwortkennungen ist 0 bis 0x7FF (0 bis 2.047).
TRUE/EXTENDED (Wahr/Erweitert) (29 Bit) Der Wertebereich für die Abfrage- und Antwortkennungen ist 0 bis 0x19FFFFFF (0 bis 436.207.615).
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