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08 - Menüoptionen der Basisstation

Durch Drücken der Schaltfläche OK in einem beliebigen Bildschirm des Statusdisplays erhalten Sie Zugriff auf die Konfigurationsmenüs. Mit den Pfeiltasten (< und >) lassen sich die gewünschten Optionen wählen und mit der Schaltfläche OK bestätigen. Auf dem ersten Bildschirm erscheint die Option EXIT, um zum Statusdisplay zurückzukehren. Wählen Sie zum Verlassen des Konfigurationsmenüs unabhängig von dem Bereich, in dem Sie navigieren, die Optionen BACK und EXIT.

Setup

Dieses Menü enthält allgemeine Setup-Optionen zur Konfiguration der Basisstation. 

Language (Sprache)

Mit dieser Einstellung wird die Sprache der Benutzeroberfläche geändert. Die verfügbaren Optionen sind:

  • English

  • Deutsch
  • Français

Brightness

Mit dieser Einstellung lässt sich der Helligkeit des Displays steigern oder verringern.

Contrast

Mit dieser Einstellung lässt sich der Kontrast des Displays steigern oder verringern.

Modus „Set DGPS“

Hiermit kann der Benutzer festlegen, welcher differenzielle Korrekturtyp übermittelt werden soll. Die verfügbaren Optionen sind:

  • RTCM 40 cm
  • RACELOGIC 20 cm (nur bei VBBS4)
  • RACELOGIC 2 cm (nur bei VBBS4RG)
  • CMR 2 cm (nur bei VBBS4RG)
  • RTCM v3 2cm (nur bei VBSS4RG)

Die RACELOGIC Optionen sind proprietäre Modi, die nur bei Geräten der Serie VBOX 2 mit aktiviertem 20 cm-Modus und der Serie VBOX 3 mit aktiviertem RTK-Modus (2 cm) funktionieren. Die Modi RTCM und CMR sind branchenspezifische Standardmodi, die mit allen GNSS-Empfängern funktionieren, die in der Lage sind, mit diesen differenziellen Modi zu arbeiten.

Coldstart (Kaltstart)

Die Option „Coldstart“ löscht den Almanach des GNSS-Empfängers und sorgt für eine korrekte Konfiguration. Das GPS-Almanach speichert Daten zur Zuverlässigkeit jedes Satelliten innerhalb der Konstellation sowie Navigationsdaten seiner Umlaufbahn. Das ermöglicht dem Empfänger, nach dem Wiedereinschalten rasch eine Satellitenverbindung herzustellen. Wenn das Almanach jedoch alt ist, weil der Empfänger über Tage oder Wochen abgeschaltet war oder wenn der Empfänger nach dem letzten Abschalten und vor dem Wiedereinschalten über große Entfernungen transportiert wurde, erfüllt das Almanach seinen Zweck nicht mehr, da die Daten für die aktuelle Situation nicht mehr relevant sind. In diesem Fall können die Daten aus dem Almanach sogar die zur Herstellung einer Satellitenverbindung benötigte Zeit verlängern. In den oben beschriebenen Fällen wird empfohlen, einen Kaltstart durchzuführen.

FP RS232 Conn

Das ermöglicht, den seriellen RS232-Anschluss auf der Vorderseite für mehrere Aufgaben zu konfigurieren. Verfügbare Optionen sind:

  • Radio Config - Gibt Zugriff auf das Funkmodem für eine direkte Konfiguration oder für das Update der Firmware.
  • F/W Update - Ermöglicht, die Firmware der Basisstation mit der RACELOGIC Upgrader-Software und einer .RUF-Firmware-Datei zu aktualisieren.
  • GPS-Update - Gibt Zugriff auf den GNSS-Empfänger für eine direkte Konfiguration oder für das Update der Firmware.

Radio Setup (Funkmodus Vor Firmware 2.8)

Sie müssen immer die lokale Gesetzgebung und Richtlinien zu Funkübertragungen in Ihrem Land überprüfen, um sicherzustellen, dass Sie nicht illegal funken. RACELOGIC und ihre Vertreter können in diesem Bereich beraten, es obliegt jedoch der alleinigen Verantwortung des Benutzers, sicherzustellen, dass keine lokalen Richtlinien für den Funk übertreten werden.

Vor Firmware 2.8

Hiermit kann der Benutzer den Typ des angeschlossenen oder in die Basisstation eingebauten Funkmodems auswählen. Verfügbare Optionen sind:

  • SATEL - Für SATEL SATELLINE-3ASd und SATEL M3-T1, die in den meisten Ländern eingesetzt werden können, aber unter Umständen eine Lizenz erfordern
  • 868 MHz - Für RACELOGIC 868 MHz Funkmodems mittlerer Reichweite, die innerhalb Europas ohne Lizenz eingesetzt werden können
  • 915 MHz - Für RACELOGIC 915 MHz Funkmodems mittlerer Reichweite, die innerhalb Nordamerikas ohne Lizenz eingesetzt werden können
  • User - Ermöglicht dem Benutzer, die Baudrate der Funkkommunikation sowie Hardware-Handshaking für eine individuelle Funklösung selbst zu konfigurieren
  • 2,4 GHz - Für RACELOGIC 2,4 GHz Funkmodems kurzer Reichweite, die weltweit ohne Lizenz eingesetzt werden können
Post Firmware Version 2.8 (nur kompatibel mit VBBS4RG)
DGPS Baud

Mit dieser Einstellung kann eine kompatible serielle Baudrate eingestellt werden, um mit einer Funkmodemkonfiguration zu kommuniziert. Im Folgenden sind die verfügbaren Übertragungsraten in kbit/s aufgeführt:

 

1.200    4.800    9.600    19.200    38.400    57.600    115.200

Handshaking (Vor Firmware 2.8)

Diese Einstellung ermöglicht es, dass Hardware Handshaking bei der Kommunikation mit einem Funkmodem 'ON' oder 'OFF' gedreht wird. Es wird empfohlen, das Hardware Handshaking wenn immer möglich zu verwenden, da sonst die Pufferspeicher des Funkmodem überlastet werden können. Wenn hierdurch Daten verloren gehen, kann die Übertragung unvollständiger Korrekturnachrichten die Leistung des sich in Bewegung befindlichen Empfangssystems beeinträchtigen und zu Ausfällen der Differenzialkorrektur führen.

Elevation Mask (Höhenmaske)

Hiermit kann der Benutzer eine individuelle Höhenmaske für die Basisstation einstellen. Es können die Werte 5, 10, 15 oder 20° eingestellt werden. Die Standardeinstellung ist 5°.

DGPS Baud (Vor Firmware 2.8)

Diese Einstellung ist nur verfügbar, wenn der Funkmodus „RADIO MODE“ auf „USER" steht. Hiermit kann eine kompatible serielle Baudrate so eingestellt werden, dass sie mit einer individuell angepassten Funkmodemkonfiguration kommuniziert. Im Folgenden sind die verfügbaren Übertragungsraten in kbit/s aufgeführt:

 

1.200    4.800    9.600    19.200    38.400    57.600    115.200

Handshaking (Vor Firmware 2.8)

Diese Einstellung ist nur verfügbar, wenn der Funkmodus „RADIO MODE“ auf „USER" steht. Hiermit kann die Hardware Handshaking für die Kommunikation mit einer individuell eingestellten Funkmodemkonfiguration an- oder ausgeschaltet werden. Es wird empfohlen, das Hardware Handshaking wenn immer möglich zu verwenden, da sonst die Pufferspeicher des Funkmodems überlastet werden können. Wenn hierdurch Daten verloren gehen, kann die Übertragung unvollständiger Korrekturnachrichten die Leistung des sich in Bewegung befindlichen Empfangssystems beeinträchtigen und zu Ausfällen der Differenzialkorrektur führen.

Batt/Volt Mon

Hiermit kann der Benutzer zwei Displays einblenden, die mit den Pfeiltasten < und > ausgewählt werden. Diese Displays bieten Informationen zum Status und zu Fehlern in der Spannungsversorgung und im Akkuladekreis. Wenn die Akkulade- und Entladefunktionen der Basisstation nicht erwartungsgemäß funktionieren, könnte Sie der RACELOGIC Support dazu auffordern, die Daten aus diesen Bildschirmen zur Diagnose der möglichen Fehlerursache zu liefern.

Enter Location (Standort eingeben)

Die Option ENTER LOCATION ermöglicht dem Benutzer, die Breiten- und Längengrade manuell in Grad und Minuten sowie die Höhe in Metern einzugeben. Diese Option ist nützlich, wenn die Antenne der Basisstation an einer Position angebracht wird, die bekannt ist oder vermessen wurde.

Update Position (Position aktualisieren)

Durch Wählen dieser Option werden die für Breitengrad, Längengrad und Höhe unter der Option „Enter Location“ eingegebenen Werte als Referenzstandort für die GNSS-Empfangsantenne eingestellt. 

Latitude (Breitengrad)

Hier kann der Benutzer einen Breitengrad in dem Format DD MM.mmmmm unter Angabe von N für nördlich des Äquators oder S für südlich des Äquators definieren. Beispiel: 51°59.37252 N

Longitude (Längengrad)

Hier kann der Benutzer einen Längengrad in dem Format DDD MM.mmmmm unter Angabe von E für östlich des Nullmeridians oder W für westlich des Nullmeridians definieren. Beispiel: 000°59.48398 W

Altitude (Höhe)

Hier kann der Benutzer die Höhe in dem Format MMMMM.mm unter Angabe des Vorzeichens (+ oder -) und von M für die Einheit in Metern definieren. Beispiel: +00155.61 M

Live Location (Aktueller Standort)

Die Option VIEW LOCATION ermöglicht dem Benutzer, den aktuellen Breiten- und Längengrad in Grad und Minuten sowie die Höhe in Metern anzuzeigen.

Satellites (Satelliten)

Diese Option zeigt die Anzahl der verfolgten Satelliten als Balkendiagramm an, in dem jeder Satellit als ein Balken dargestellt wird.

Latitude (Breitengrad)

Hiermit wird der aktuelle Breitengrad in dem Format DD MM.mmmmm unter Angabe von N für nördlich des Äquators oder S für südlich des Äquators angezeigt.

Longitude (Längengrad)

Hiermit wird der aktuelle Längengrad in dem Format DDD MM.mmmmm unter Angabe von E für östlich des Nullmeridians oder W für westlich des Nullmeridians angezeigt.

Altitude (Höhe)

Hiermit wird die Höhe in dem Format MMMMM.mm unter Angabe des Vorzeichens (+ oder -) und von M für die Einheit in Metern angezeigt.

Load Location (Standort laden)

Die Option LOAD LOCATION wird verwendet, um eine zuvor abgespeicherte Referenzposition aus dem Speicher zu verwenden. Mit der unten beschriebenen Funktion STORE LOCATION werden Standorte abgespeichert.

Store Location (Standort speichern)

Mit STORE LOCATION kann der Benutzer die über SET TO CURRENT oder SET TO AVERAGE ermittelte oder über ENTER LOCATION eingestellte Position speichern. Das ist nützlich, wenn die Basisstation regelmäßig an einer Reihe verschiedener Standorte eingesetzt wird. Dem Standort kann vor dem Abspeichern auch ein aussagekräftiger Name zugewiesen werden. Wählen Sie hierzu STORE LOCATION, und drücken Sie auf OK. Wählen Sie mithilfe der Pfeiltasten einen nicht genutzten Speicherplatz, und drücken Sie dann auf OK. Das Display zeigt nun den Namen des Standorts mit am Anfang des Namens blinkendem Cursor an. Wählen Sie den ersten Buchstaben mithilfe der Pfeiltasten aus, und drücken Sie dann auf OK, um mit dem nächsten Buchstaben fortzufahren. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis der neue Name fertig ist. Die Basisstation kann insgesamt 25 eindeutige Standorte speichern.

Set to Current (auf aktuelle Position einstellen)

Die Option SET TO CURRENT kann genutzt werden, wenn die Basisstation so schnell wie möglich eingerichtet und betriebsbereit sein muss. Hiermit kann nahezu direkt, nachdem eine zufriedenstellende Satellitenverbindung hergestellt werden konnte, ein DGPS-Referenzpunkt markiert werden. Mit SET TO CURRENT kann eine relativ gute Positionsstabilität erzielt werden solange dieses Gerät genutzt wird, allerdings ist ein Versatz zu der absoluten Position auf der Erde und somit eine gewisse Ungenauigkeit in Kauf zu nehmen. SET TO CURRENT darf nur dann verwendet werden, wenn die absolute Positionsgenauigkeit nicht von Bedeutung ist und wenn es lediglich auf die Positionsstabilität ankommt.

Set to Average (auf Mittelung stellen)

Normalerweise sollte zur Einstellung einer DGPS-Referenzposition die Option SET TO AVERAGE genutzt werden. Sie können wahlweise den Standort über 5 Minuten, 12 Stunden oder 24 Stunden mitteln. Das Display gibt die Anzahl der bis zum Abschluss des Mittelungsvorgangs erforderlichen Sekunden an. Mit dieser Option ist gewährleistet, dass ein guter Mittelwert der aktuellen Position ermittelt werden konnte. Der Vorgang kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt abgebrochen werden.

Hinweis: Ab Firmware-Version 2.8 (nur kompatibel mit VBBS4RG) werden DGPS-Korrekturen nicht übertragen, wenn eine Durchschnittsberechnung durchgeführt wird.

 

Wenn eine Mittelung über 24 Stunden gewählt wird, ist zu empfehlen, die Basisstation über eine externe Spannungsquelle zu versorgen, da die gemittelten Daten verloren gehen, sollten die Akkus vor Abschluss des Mittelungsvorgangs leer werden.

Für eine optimale Genauigkeit der absoluten Position wird eine Mittelung über 24 Stunden empfohlen. Dieser Vorgang muss jedoch für jeden Teststandort nur einmal durchgeführt werden, da die Daten gespeichert und wieder abgerufen werden können, vorausgesetzt, dass die GPS-Antenne bei jedem Einsatz exakt an der gleichen Stelle angeordnet wird.

Exit

Mit dieser Option kann man das Konfigurationsmenü verlassen, um zum Statusdisplay zurückzukehren.

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Zuletzt geändert
13:45, 10 Mai 2017

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